Wer in Deutschland einen Therapieplatz über die gesetzliche Krankenversicherung sucht, wartet im Schnitt rund 142 Tage – knapp fünf Monate – bis zum Behandlungsbeginn. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Bedarfsplanung der Kassensitze, die seit den 1990er-Jahren kaum an den tatsächlichen Bedarf angepasst wurde. Eine Selbstzahler-Therapie umgeht diese Deckelung vollständig.
Was bedeutet „Selbstzahler" konkret?
Als Selbstzahlerin oder Selbstzahler tragen Sie die Kosten der Therapie privat, unabhängig von einer Krankenkasse. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Über die zu erwartenden Kosten informiere ich Sie vor Beginn der Behandlung transparent.
Die Vorteile im Überblick
Keine Wartezeit: Da die Kapazität nicht durch einen Kassensitz begrenzt ist, ist ein Ersttermin in der Regel innerhalb weniger Wochen möglich.
Freie Wahl von Frequenz und Dauer: Sie entscheiden gemeinsam mit Ihrer Therapeutin, wie oft und wie lange die Behandlung stattfindet – ohne Antragsverfahren bei der Kasse.
Keine Diagnose in der Akte: Da keine Krankenkasse involviert ist, wird auch keine psychische Diagnose in Ihrer Versicherungsakte hinterlegt. Das kann etwa bei einer späteren Verbeamtung oder dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung relevant sein.
Höhere Diskretion: Es findet kein Datenaustausch mit der Krankenkasse statt.
Für wen kommt das infrage?
Selbstzahler-Therapie ist vor allem für Menschen interessant, die kurzfristig Unterstützung brauchen, die eine Diagnoseeintragung vermeiden möchten, oder die mit dem Antrags- und Wartezeitverfahren der GKV nicht zurechtkommen. Auch Privatversicherte, deren Tarif die Kosten nicht oder nur teilweise übernimmt, entscheiden sich häufig für diesen Weg.
Wie geht es weiter?
Nehmen Sie gern telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf. Im ersten Gespräch klären wir gemeinsam Ihr Anliegen und ob eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie der passende Rahmen für Sie ist.