Stuhlkreis aus hellen Stühlen im Gruppenraum der Praxis, im Hintergrund Sofa und Fenster

Heilen und gesunden in der Gruppe

Tiefenpsychologisch-psychodynamische Gruppenpsychotherapie bedeutet: heilen und gesunden in der Gruppe und mit der Gruppe. Wir Menschen suchen und brauchen von Geburt an soziale Bindungen und die Nähe anderer. Wir wachsen in Gruppen auf, werden von ihnen geprägt und beeinflussen wiederum die Gruppe – die Menschen um uns herum. Eine Gruppe kann die Familie sein, der Freundeskreis, die Schulklasse, der Verein, das Kollegium oder eine Therapiegruppe.

In einer tiefenpsychologischen Gruppe können Sie in einem geschützten Rahmen und im Austausch mit anderen tiefgreifende emotionale Herausforderungen und psychische Symptome verstehen und bewältigen.

Wie wirkt die Gruppe?

Tiefenpsychologisch-psychodynamische Gruppenpsychotherapie findet im Hier und Jetzt statt. Sie bringt zwischenmenschliche Probleme zum Vorschein, die wiederum zu psychischem Leid und Symptomen führen können. Dieses Geschehen und das eigene Fühlen und Erleben lassen sich vor dem Hintergrund des Dort und Damals – also der eigenen Biografie, kindlicher Prägungen und des eigenen Geworden-Seins – oft besser verstehen. Nicht selten stehen dabei frühere, belastende Erfahrungen sowie heutige Ängste und Hemmnisse im Weg. Manchmal scheint der Weg dann kaum noch zu erkennen.

In einem geschützten, therapeutisch geleiteten Rahmen kann die Gruppe Ihnen unter anderem:

  • Hoffnung, Gemeinschaft und Informationen vermitteln und Fürsorge spenden,
  • ermöglichen, sich im Umgang mit anderen als wirksam zu erleben,
  • Erfahrungen aus der Ursprungsfamilie korrigierend wiedererleben lassen,
  • Fähigkeiten im zwischenmenschlichen Umgang fördern,
  • Zusammenhalt erleben lassen,
  • Raum geben, Gefühle und Bedürfnisse zu erspüren und tiefgreifende Ängste zu teilen,
  • ermöglichen, an und mit den anderen zu lernen: Sie lassen andere an Ihren Erfahrungen teilhaben und profitieren ebenso von den Erfahrungen der anderen.

Nach den Wirkfaktoren der Gruppenpsychotherapie von Irvin D. Yalom.

In meiner Praxis bedeutet tiefenpsychologisch-psychodynamische Gruppenpsychotherapie aber auch, Themen (wiederholt) zu besprechen und zu diskutieren, Kompromisse zu finden sowie Rückmeldung zu geben und zu bekommen.

Welche Themen können besprochen werden?

Die kurze Antwort: alle. Es gibt wenige Ausnahmen – etwa konkrete traumatische Erfahrungen oder Gewalt –, die in der Gruppe nicht vertieft ausgeführt, aber durchaus überschriftartig benannt werden dürfen. Welche Themen wie viel Raum bekommen, wird in und mit der Gruppe besprochen, und es wird ein gemeinsamer Ansatz entwickelt. Das ist gelebte Gruppenpsychotherapie.

Der Rahmen der Gruppe

1× pro Wochezu einem festen Termin
100 Min.je Gruppensitzung
max. 9Teilnehmende
Halboffenfeste Gruppe, Nachrücken bei Abschluss

Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich zu einem festen Termin in meiner Praxis in der Hechtstraße. Eine Gruppensitzung dauert 100 Minuten; es nehmen höchstens neun Patientinnen und Patienten teil.

Meine Gruppen sind „halboffen“. Das bedeutet, dass immer dieselben Personen teilnehmen (abgesehen von Urlaub, Krankheit usw.). Verlässt ein Mitglied die Gruppe – etwa nach Abschluss der Therapie –, kommt ein neues Mitglied hinzu.

Vor dem Einstieg in die Gruppe findet ein persönliches Vorgespräch statt, in dem wir gemeinsam klären, ob Gruppentherapie für Sie geeignet ist.

Interesse an Gruppentherapie?

Aktuell sind freie Plätze verfügbar. Kontaktieren Sie mich für ein Vorgespräch.

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